Spiel der Woche – Bezirksebene

Titelkampf in der Bezirksklasse West 3 spitzt sich zu und wird am letzten Spieltag entschieden

Patrick Kison/Carsten Gassen (TuS Wirbelau)

Spannender hätte es auch Alfred Hitchcock nicht inszenieren können: Vor dem letzten Spieltag in der Tischtennis-Bezirksklasse West 3 hat der TuS Wirbelau zwei Spiele Vorsprung vor dem punktgleichen Rivalen TTC Offheim III. Beide eilten zuletzt im Gleichschritt an der Spitze mit meist 10:0- oder 9:1-Erfolgen.

Ein 10:0 gelang nun auch den Wirbelauern gegen gewiss nicht als Kanonenfutter angereiste Hadamarer, seines Zeichens Tabellendritter. So kann es passieren, dass beide Titelanwärter am Saisonende punkt- und sogar spielgleich wären. Das könnte sein, wenn der TuS Wirbelau zum Abschluss gegen die TG Camberg (Drittletzter) um ein Spiel weniger hoch gewinnt als die Offheimer Dritte bei den TTF Oberzeuzheim IV (Vorletzter). Dann müssten die Satzverhältnisse für die Entscheidung herhalten – und da hätten die Wirbelauer die Nase vorn.

„Realistisch“ gingen die Rot-Weißen aus Hadamar in die Partie beim Tabellenführer: „Nach einer bisher bestmöglich verlaufenen Saison hinter den beiden Übermannschaften werden wir versuchen, ein oder zwei Pünktchen zu ergattern“, so der Gästekapitän Volker Ludwig.

Olaf Saam machte es dagegen deutlich, worum es dem TuS geht: „Wir haben es selbst in der Hand, in dem engen Titelkampf am Ende Meister zu werden. Es geht um jedes einzelne Spiel, sodass wir mit zwei 10:0-Erfolgen vorne bleiben würden. Wir spielen die beiden letzten Heimspiele komplett, erwarten aber zunächst mit RW Hadamar einen starken Gegner, der nicht umsonst auf Rang 3 steht. Wir müssen den kleinen Vorteil, das Heimrecht, in beiden Partie nutzen.“

Die erste Prüfung bestanden die Hausherren bravourös, denn die Hadamarer wurden mit 10:0 in rund 75 Minuten abgefertigt. Dabei zeigte sich lediglich das Gästetalent Amin Wehbe, der die Mannschaft in der Rückrunde verstärkt, als echte Hürde. Nachdem er im Anschluss an seine Jugendzeit beim TTC Elz eine Auszeit vom Tischtennissport nahm, zeigt er nun in seinem Heimatort neuen Ehrgeiz, verbunden mit bisher 9:7 Siegen als neue Nr. 1. Seine Spielstärke bekamen auch Carsten Gassen und Marco Bitsch zu spüren, die beide mit Mühe jeweilige 0:2-Satzrückstände übertreffen mussten. Da dies gelang und ansonsten kein Satzverlust zu Buche stand, war der Weg zum ersten notwendigen 10:0-Triumph frei.

Olaf Saam bescheinigte seinem Quartett „eine sehr starke und geschlossene Mannschaftsleistung“ und lobte Carsten Gassen, dass er seine erste Begegnung noch drehen konnte. „Nun liegt es in unseren Händen, den Aufstieg gegen die TG Camberg im letzten Spiel klarzumachen.“

Volker Ludwig sah seine Prognose in etwa bestätigt, hätte sich aber etwas mehr Gegenwehr erhofft. So konnte er nur Amin Wehbe positiv erwähnen und wünscht sich für das letzte Spiel noch einmal etwas mehr Erfolg, „um dann durchaus zufrieden die Runde abzuschließen“. (uh)

Spielverlauf:

TuS Wirbelau – SV RW Hadamar 10:0 (30:4):

Bitsch/M. Saam – Wehbe/Lang 11:4, 11:5, 11:6; Gassen/Kison – Bock/Scherer 11:4, 11:8, 11:7; Marco Bitsch – Peter Lang 11:9, 11:4, 12:10; Carsten Gassen – Amin Wehbe 6:11, 6:11, 11:5, 12:10, 11:8; Patrick Kison – Frank Scherer 11:3, 11:7, 11:9; Maurice Saam – Sebastian Bock 11:3, 11:9, 11:8; Marco Bitsch – Amin Wehbe 9:11, 9:11, 11:7, 11:2, 11:2; Carsten Gassen – Peter Lang 11:5, 11:6, 11:5; Patrick Kison – Sebastian Bock 11:2, 11:2, 11:4; Maurice Saam – Frank Scherer 11:7, 11:8, 11:6

Updated: 22. April 2025 — 08:50