Kampf gegen den drohenden Abstieg sieht einen klaren Sieger (TV Niederselters) und momentanen Verlierer (TuS Obertiefenbach)

Maximilian Stähler (TV Niederselters)
Immer dramatischer wird in der Tischtennis-Bezirksliga West der Kampf um den Klassenerhalt bei vier Absteigern. Der jüngste Versuch, die Abstiegsplätze zu verlassen, schlug für den TuS Obertiefenbach deutlich fehl. Mit dem 8:2-Triumph in unserem „Spiel der Woche“ ist dagegen der Gast vom TV Niederselters klar am rettenden Ufer.
Beselichs Kapitän Björn Brederecke war trotzdem bereits im Vorfeld mit dem Saisonverlauf „absolut zufrieden“, auch wenn für sein Team immer klar war, „dass der Klassenerhalt ein maximales sowie auch schwer zu erreichendes Ziel sein würde. Als Erwartung formulierten wir lediglich, Spiele und Herausforderung zu genießen, was uns bisher auch gelungen ist. Daran wird sich auch nichts ändern, selbst wenn der Abstieg bald feststehen sollte. Wir brauchen noch viel Kraft sowie ein bisschen Glück, aber wir sind motiviert, unser Bestes zu geben, um die Saison bis zum Ende spannend zu halten.“ Das Glück hatte ihnen nach gelungenem Saisonstart etwas gefehlt, denn ihr Spitzenspieler Klaus Heep konnte in vorentscheidenden Begegnungen nicht oder nur geschwächt durch private und berufliche Belastungen antreten. Seine sonstige Zuverlässigkeit und Stärke fehlte den Obertiefenbachern ganz entscheidend.
Für Maximilian Stähler und seinen TV Niederselters lief die Spielzeit fast umgekehrt: „Zu Beginn konnten wir aufgrund von Verletzungen und privaten Verpflichtungen häufig nicht in Bestbesetzung antreten, und nach dem 0:10-Punktestart war der Druck schon enorm, und das Ziel Klassenerhalt rückte in weite Ferne. Doch wir konnten uns fangen und ständig die Situation verbessern. Nun wolle sein Team final den Klassenerhalt feiern, zumal man personell „aus dem Vollen schöpfen“ könne.
Nach dem auf dem Papier klaren Sieg der Gäste waren sich aber beide Kapitäne einig, dass es doch nicht so eindeutig verlief. Björn Brederecke: „Wir haben es dem Gegner nicht einfach gemacht, doch die spannenden Spiele haben die Niederselterser dann völlig verdient für sich entscheiden können. Besonders gefallen hat uns neben der spielerischen Überlegenheit deren Fairness und Sportlichkeit begeistert.“ Ein möglicher Abstieg sei nicht tragisch; dann werde man einen neuen Anlauf starten.
Zufrieden war Maximilian Stähler, besonders die Doppelführung habe ihnen „enormen Rückenwind verschafft und war eine kleine Vorentscheidung. Auch in den Einzeln konnten wir dann unsere PS auf die Straße bringen, sodass der Sieg eigentlich nie gefährdet war.“ Dafür sorgten in erster Linie die ungeschlagen gebliebenen Björn Hasselbächer und Abwehrstratege Christoph Wirth im hinteren Paarkreuz sowie der überragend aufspielende Mannschaftsführer an der Spitze selbst. (uh)
Spielverlauf:
TuS Obertiefenbach – TV Niederselters 2:8 (12:26):
Heep/Meuser – Stähler/Zink 11:5, 6:11, 9:11, 4:11; Brederecke/Panthel – Hasselbächer/Wirth 9:11, 10:12, 11:1, 6:11; Klaus Heep – Christopher Zink 11:9, 11:5, 11:7; Nico Meuser – Maximilian Stähler 11:13, 4:11, 10:12; Esther Panthel – Christopher Wirth 4:11, 5:11, 11:7, 10:12; Björn Brederecke – Björn Hasselbächer 14:12, 3:11, 7:11, 9:11; Klaus Heep – Maximilian Stähler 8:11, 6:11, 7:11; Nico Meuser – Christopher Zink 8:11, 8:11, 11:6, 11:8, 13:11; Esther Panthel – Björn Hasselbächer 2:11, 6:11, 11:7, 6:11; Björn Brederecke – Christoph Wirth 9:11, 11:1, 10:12, 10:12
